Internet und Netzwerkinfrastruktur
WLAN sicher einrichten und diagnostizieren
Du wählst Band und Kanal begründet, sicherst ein WLAN ab und grenzt Verbindungsprobleme systematisch ein.
- Fragen
- 10
- Dauer
- ca. 5–10 Min.
- Internes Trainingsziel
- 60 %
- Verstehen
Grundlagen in Ruhe anschauen.
- Ausprobieren
Antworten wählen und bei Bedarf ändern.
- Weiterkommen
Nach der Abgabe Lösungen mit Erklärungen sehen.
VERSTEHEN
Kurz erklärt. Gut vorbereitet.
Zusammenhänge verstehen
Ein Access Point verbindet WLAN-Endgeräte per Funk mit dem restlichen Netz. Die SSID ist der sichtbare Netzwerkname, nicht das Kennwort und keine Sicherheitsmassnahme. Für Personal-Netze wird heute WPA3-Personal bevorzugt, wenn alle Geräte es unterstützen; für ältere kompatible Geräte kann WPA2 mit AES/CCMP erforderlich sein. WEP und veraltetes TKIP sind keine zeitgemässe Wahl. Verwende ein langes, einmaliges WLAN-Kennwort, ein separates Administrationskennwort, aktuelle Firmware und ein Gastnetz, wenn nicht vertrauenswürdige Geräte vom internen Netz getrennt werden sollen. Eine versteckte SSID ersetzt diese Schutzmassnahmen nicht. Die drei häufigen Frequenzbereiche haben unterschiedliche Eigenschaften. 2,4 GHz erreicht unter vergleichbaren Bedingungen oft weiter und durchdringt Hindernisse besser, bietet aber weniger überlappungsfrei nutzbaren Raum und wird von vielen Fremdgeräten verwendet. 5 GHz bietet mehr Kanalwahl und ist oft weniger überfüllt, hat jedoch meist geringere Reichweite durch Hindernisse. 6 GHz stellt zusätzliches Spektrum für kompatible Wi-Fi-6E- oder Wi-Fi-7-Geräte bereit; alte Clients können dieses Band nicht verwenden, und die zulässigen Kanäle und Sendeleistungen richten sich nach dem Land. Wi-Fi 4 entspricht 802.11n, Wi-Fi 5 802.11ac, Wi-Fi 6 und 6E basieren auf 802.11ax, Wi-Fi 7 auf 802.11be. Diese Namen garantieren keinen bestimmten Anwendungsdurchsatz. Protokoll-Overhead, Kanalbreite, Signalqualität, Anzahl und Fähigkeiten der Clients, Störungen sowie der kabelgebundene Uplink begrenzen die Praxisleistung. Bei der Einrichtung platzierst du den Access Point möglichst frei und passend zur Nutzungsfläche, wählst Land/Regulierungsbereich korrekt und startest mit automatischer Kanalwahl oder einer Messung. Ein breiter Kanal kann hohe Spitzenraten ermöglichen, belegt aber mehr Spektrum; in dichter Umgebung sind schmalere Kanäle oft stabiler. Bei Fehlern arbeitest du schrittweise: Betrifft es nur ein Gerät? Ist die SSID sichtbar? Stimmen Bandunterstützung und Zugangsdaten? Bestehen Funklink und IP-Adresse? Sind Gateway und DNS erreichbar? Funktioniert der kabelgebundene Uplink? Signalstärke, Kanalauslastung und Störquellen werden getrennt betrachtet.