Internet und Netzwerkinfrastruktur
Kommunikation mit dem OSI-Modell untersuchen
Du ordnest die sieben OSI-Schichten, erklärst Kapselung und diagnostizierst Netzwerkprobleme schrittweise von unten nach oben.
- Fragen
- 10
- Dauer
- ca. 5–10 Min.
- Internes Trainingsziel
- 60 %
- Verstehen
Grundlagen in Ruhe anschauen.
- Ausprobieren
Antworten wählen und bei Bedarf ändern.
- Weiterkommen
Nach der Abgabe Lösungen mit Erklärungen sehen.
VERSTEHEN
Kurz erklärt. Gut vorbereitet.
Zusammenhänge verstehen
Das OSI-Referenzmodell ist ein Denk- und Ordnungsmodell für Kommunikationsfunktionen, keine Bauanleitung, die jede reale Implementierung exakt in sieben getrennte Programme zwingt. Von unten nach oben heissen die Schichten: 1 Bitübertragung, 2 Sicherung, 3 Vermittlung, 4 Transport, 5 Sitzung, 6 Darstellung und 7 Anwendung. Schicht 1 überträgt Bits beziehungsweise Signale über Medien und umfasst etwa elektrische, optische oder Funkeigenschaften. Schicht 2 bildet Frames, regelt den Zugriff auf ein lokales Medium und verwendet in Ethernet unter anderem MAC-Adressen. Schicht 3 vermittelt Pakete zwischen Netzen; IP und Routing sind dafür praktische Beispiele. Schicht 4 stellt Ende-zu-Ende-Transport für Anwendungen bereit; TCP und UDP verwenden Ports zur Zuordnung zu Prozessen. Schicht 5 beschreibt den Aufbau und die Steuerung von Sitzungen oder Dialogen. Schicht 6 behandelt die Darstellung von Daten, etwa Kodierung, Formatumwandlung, Kompression oder Verschlüsselungsfunktionen. Schicht 7 umfasst anwendungsnahe Netzwerkdienste und Protokolle wie HTTP, DNS oder SMTP. Reale Protokollstapel wie TCP/IP bündeln Funktionen anders. Auch Geräte arbeiten nicht zwingend nur auf einer Schicht: Ein Switch entscheidet hauptsächlich anhand von Schicht-2-Informationen, ein Router hauptsächlich anhand von Schicht 3, doch verwaltete Geräte besitzen zusätzlich eigene Anwendungen und Schutzfunktionen. Bei der Kapselung ergänzt jede beteiligte Schicht Steuerinformationen: Vereinfacht werden Anwendungsdaten zu einem TCP-Segment oder UDP-Datagramm, zu einem IP-Paket, zu einem Frame und schliesslich zu übertragenen Signalen. Am Ziel werden die Informationen in umgekehrter Richtung ausgewertet. Für die Fehlersuche ist ein Weg von unten nach oben oft effizient: zuerst Strom, Medium, Funk und Link; danach lokale Verbindung und VLAN; dann IP-Adresse, Subnetz, Gateway und Route; danach Port, Transport und Filter; zuletzt Namensauflösung, Zertifikate und Anwendung. Das ist eine hilfreiche Methode, kein Verbot, bei eindeutigen Hinweisen gezielt höher einzusteigen.